Beliebteste Anlageformen

In Sachen Geldanlage gehen die Bundesbürger am liebsten auf Nummer sicher. Klassische fest verzinste Anlageformen sind bei ihnen am beliebtesten. Das Ergab eine aktuelle Studie zum Sparverhalten der Deutschen. Festverzinsliche Anlageformen sind bei den Deutschen am beliebtesten. Sparbücher stehen dabei ganz besonders hoch im Kurs. Ebenfalls sehr weit verbreitet sind Schatz- und Sparbriefe sowie Fest- und Tagesgeldkonten. Letztere bieten dem Kunden eine feste Rendite und haben zudem ein geringes Sicherheitsrisiko. Bei Geldanlagen ist den Bundesbürgern vor allem eines wichtig: die Sicherheit. Rund 93 Prozent der Befragten gaben an, dass Sicherheit das wichtigste Motiv für die Anlage von Geld für sie ist. Verfügbarkeit und eine hohe Rendite ist hingegen für deutlich weniger Personen wichtig. Laut den Ergebnissen des Anlegerbarometers des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes haben 54 Prozent der Deutschen auf einem Sparbuch Geld zurück gelegt, dass sind wesentlich mehr als noch im Jahr 2006.

Alternative Tagesgeld

Eine Alternative zum Sparbuch stellen so genannte Tagesgeldkonten dar. Bei einem Tagesgeldkonto handelt es sich um ein verzinstes Konto, bei dem der Kontoinhaber täglich über sein Guthaben, das Tagesgeld, verfügen kann. Im Gegensatz zum klassischen Sparbuch gibt es bei Tagesgeldkonten keine Kündigungsfristen. Zudem bieten sie in der Regel einen höheren Zinssatz bei gleicher Sicherheit. Doch viele Anleger sind über die Vorteile von Tagesgeldkonten gar nicht richtig informiert, was zum Teil an den Kreditinstituten liegt. Laut Meinung von Experten informieren Banken und Geldinstitute ihre Kunden zu wenig über alternative Anlagemöglichkeiten zum Sparbuch. Denn Kunden, die über die Alternativen Bescheid wissen, kündigen oft ihr Sparbuch und wechseln zu den meist kostenlosen Tagesgeldkonten. Im Moment beträgt der durchschnittliche Zinssatz für ein Tagesgeldkonto rund 2,5 Prozent und liegt damit über dem Zinssatz der meisten Sparkonten.

In Einzelfällen sind auch Zinssätze von bis zu fünf Prozent möglich. Doch sind bei derartigen Anlagemöglichkeiten die Einlagen nur bis zu einer bestimmten Höhe abgesichert. Einen Bonus gibt es in vielen Fällen, wenn ein Kunde sein Konto per Internet verwaltet. Doch ist hier oft eine Mindestanlagesumme festgesetzt, die in vielen Fällen 1.000 Euro beträgt. Einen zusätzlichen Bonus gibt es oft ab einer bestimmten Summe. Zum Beispiel steigen die Zinsen bei vielen Anbietern, wenn die angelegte Summer größer als 10.000 Euro ist. Im umgekehrten Fall besteht bei vielen Geldinstituten keine Mindestsumme mehr, sondern eine maximale Anlegesumme, die zwischen 20.000 und 500.000 Euro variiert. Wer individuell für sich die günstigste Anlagequelle finden will, dem ist ein Tagesgeld Vergleich im Internet zu empfehlen.

Deutschland spart gerne

Trotz der aufgezeigten Vorteile von Tagesgeldkonten bleiben viele Deutsche beim guten alten Sparbuch. In der Bundesrepublik ebenfalls sehr weit verbreitet sind Lebensversicherungen. Knapp 60 Prozent der Deutschen haben eine Lebensversicherung abgeschlossen. Weitere Alternativen zum herkömmlichen Sparbuch sind Festgelder und Sparbriefe. Doch derartige Anlageformen haben meist eine festgesetzte Mindestlaufzeit. Sie liegt in der Regel zwischen sechs und 36 Monaten. Wer vor Ablauf der Frist aus dem Vertrag aussteigen möchte, der muss mit einem Zinsabschlag rechnen. Aus diesem Grund sind Festgelder und Sparbriefe eher für Anleger zu empfehlen, deren Geld nicht kurzfristig verfügbar sein muss.

Seit Anfang 2009 hat sich mit der Einführung der Abgeltungssteuer auch für festverzinsliche Anlageformen einiges verändert. Vor dieser Besteuerung waren festverzinsliche Anlageformen für sehr gut Verdienende Personen wenig lukrativ mit ihren geringen Steuersätzen. Dies änderte sich mit der Einführung der Abgeltungssteuer. Seit dem sind auf Zinsen nur noch 25 Prozent Abgeltungssteuer fällig. Dadurch werden Erträge mit ungefähr 20 Prozent geringer besteuert als vorher. Aufgrund dieser Veränderungen sind festverzinsliche Anlageformen für viele Verbraucher attraktiver geworden. Die Abgeltungssteuer wird nicht für die gesamten Zinseinkünfte fällig. Bis zu einem bestimmten Sparerpauschalbetrag werden die Einkünfte nicht besteuert. Wer sein Geld in einer festverzinslichen Anlageform anlegen möchte, der sollte die Konditionen unterschiedlicher Kreditinstitute im Vorfeld vergleichen. Von Bank zu Bank unterscheiden sich der Zinssatz, die Mindestanlagesumme, die Gebühren und die Laufzeiten.