Das Studium finanzieren
In der Regel zahlt sich ein Studium auf lange Sicht immer aus. Akademiker sind seltener arbeitslos und verdienen auch besser als andere Personen ohne Studienabschluss. Aber die Studienzeit doch lang ist, sollten angehende Studenten nicht vergessen, dass ein solches Studium mit einem finanziellen Aufwand verbunden ist, der nicht unterschätzt werden darf.
Nicht selten scheitern Studienabbrecher an der Finanzierung des Studiums und werden durch Geldsorgen und -nöte dazu gezwungen einen anderen Weg einzuschlagen. Gerade aus diesem Grund ist es im Vorfeld ganz wichtig, dass Kosten realistisch eingeschätzt werden und die Bezahlung dieser auch gesichert ist. Das Deutsche Studentenwerk in Berlin hat errechnet, dass Studenten im bundesweiten Durchschnitt im Monat 770 Euro zur Verfügung stehen. Hochgerechnet auf einen Bachelor der sechs Semester dauert wären das circa 28 000 Euro und weiter gerechnet bis zum Abschluss des Masters dann 46 000 Euro. Hierin sind die Studiengebühren jedoch nicht berücksichtigt. Wer nun Studiengebühren an die Universität zahlen muss, der kommt auf Extrakosten von bis zu 1000 Euro jährlich,
Extrakosten sind nicht mit enthalten
Außerdem erfasst die Statistik ebenfalls keine Kosten für einen nötiges Notebook oder auch eines Sprachkurses. Auch dies sind zusätzliche Mehrkosten. Klar ist da die Frage, ob ein solches Studium überhaupt zu finanzieren ist. Daher gibt Christian Staier vom Sozialdienst des Studentenwerkes in Göttingen zu bedenken, dass man sich in dieser Zeit doch sehr einschränken muss. Wichtig ist, dass sich frühzeitig um eine Finanzierung gekümmert werden muss. Das Studentenwerk unterstützt neun von zehn Studenten mit durchschnittlich 448 Euro im Monat, mit dem der größte Teil der Studiengebühren bezahlt werde. All diejenigen, die ihre finanziellen Mittel mit den Eltern planen, sollten nicht nur die Kosten für Miete, Kleidung und Lebensmittel berechnen, sondern auch die individuellen Bedürfnisse miteinbeziehen, da die privaten Belange auch nicht zurück stehen dürfen.
Da noch immer die Miete der größte Ausgabenpunkt ist, kann viel Geld dadurch gespart werden, wenn man bei den Eltern wohnen bleibt, sofern diese möglich ist und sich die Uni in der Nähe befindet. Wenn nicht, dann sollte möglichst eine Stadt gewählt werden, in der die Mieten nicht so hoch sind und ein Bundesland, das möglichst keine Studiengebühren verlangt. Möglich ist dies selbstverständlich nur dann, wenn das gewünschte Studienfach dort auch angeboten wird. So können während der gesamten Studienzeit bis zu 5000 Euro eingespart werden.
Jobben und Studentenkredit
Wenn das Geld trotzdem nicht reicht, überlegen sich viele Studenten neben dem Studium jobben zu gehen. Bedenklich ist hier natürlich, dass dies zwar der Kasse gut tut, aber den Leistungen in der Uni schadet. Besonders jetzt bei der Einführung des Bachelor- und Mastersystems, da diese wesentlich umfangreicher und anspruchsvoller sind. Aus diesem Grund sollten Studenten auch einen Kredit zur Finanzierung ins Auge fassen und sich auf diesem Gebiet erkundigen. Dies sollte aber unbedingt als letzte Chance gesehen werden und auch das gesamte Studium darüber zu finanzieren birgt die große Gefahr der Verschuldung. Wer sich also früh genug um die finanziellen Aspekte des Studierens kümmert, bei dem ist die Gefahr der Geldsorgen gering und in den allermeisten Fällen wird das Studium dann erfolgreich beendet.